Mittwoch, 20. September 2017

New York zu verschenken

Titel: New York zu verschenken
Autor: Anna Pfeffer
Verlag: cbj
Seiten: 331

New York zu verschenken

Inhalt:
Aufgepasst, Leute! Hier gibt es einen Urlaub der Extraklasse zu gewinnen! Und zwar nach New York, zehn Tage, full package inklusive. Nur das Beste vom Besten, Luxus-Hotel und die perfekte Reisebegeleitung - nämlich mich. 
Was ihr dafür tun müsst?
Ganz einfach: Olivia Lindmann heißen. 

Der selbstsichere Sonnyboy Anton hat ein Ticket nach New York zu verschenken, denn von seiner Freundin ist ihm nur der Name auf dem Ticket geblieben. Tatsächlich meldet sich eine Olivia, aber sie ist ganz anders, als er es sich vorgestellt hat.. 

Meine Meinung: 
Anton schenkt seiner Freundin Olivia eine Reise nach New York, doch kurz darauf trennt sich diese von ihm. Also begibt sich Anton über Instagram auf die Suche nach einer neuen Olivia. Wird er eine Reisebegleitung für New York finden? 

Anton war mir am Anfang nicht sonderlich sympathisch. Er wirkt sehr von sich selbst überzeugt und machohaft, der von seinen Eltern alles gekauft bekommt. Statt Liv näher kennen zu lernen, möchte er immer nur ein Foto von ihr haben, denn das Äußere zählt für ihn sehr viel. Nach und nach lernt man ihn besser kennen und merkt, dass auch er Ängste hat. 

Olivia Lindmann, auch Liv, genannt, ist da ganz anders. Sie ist bodenständig und liebt es zu lesen. Sie lebt mit ihrer Mutter und ihrer kleinen Schwester zusammen, um die sie sich auch regelmäßig kümmern muss. Dabei bleibt ihr eigenes Leben teilweise auf der Strecke. Sie ist sehr schlagfertig und schlau. 

Ich finde die Idee mit dem Chatverlauf sehr gut. Ist mal etwas ganz anderes. Dabei kommen die Gefühle der beiden sehr gut rüber, wozu auch der humorvolle Schreibstil der beiden Autorinnen beiträgt. Manche Gespräche waren mir dabei etwas zu langatmig.
Vor allem das Ende hat mir sehr gut gefallen, denn es war doch etwas unerwartet, auch wenn ich es mir zwischendrin schon mal gedacht habe. 

Meiner Meinung nach ist New York zu verschenken ein unterhaltsames Buch, dass sich zwischendurch schnell mal durchlesen lässt. 

vier
Vielen Dank an den cbj-Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar.

Dienstag, 12. September 2017

Dirty Talk

Titel: Dirty Talk
Autor: Megan Erickson
Verlag: Ullstein
Seiten: 304

Ohne Titel

Inhalt:
Er liebt sie, aber er darf es nicht. Sie will ihn, aber sie traut sich nicht. 

Brent Payton arbeitet hart und will am Ende seinen Spaß haben. Sein Ruf als Player eilt ihm stets voraus. Dabei steckt hinter der Fassade des Draufgängers viel mehr. Nur dass das niemand sieht. Bis Ivy plötzlich in der Tür steht, mit ihren wallenden Haaren und großen braunen Augen. Und weil sie die Schwester seiner neuen Kollegin in der Autowerkstatt ist, darf zwischen den beiden eigentlich nichts laufen. Das führt natürlich dazu, dass Brent sie nur noch mehr will. 
Doch Ivy hat den Männern abgeschworen. Zu oft und zu lange bestimmte ein Mann ihr Leben - und das ihrer kleinen Tochter Violet. Damit ist jetzt Schluss, sie steht auf eigenen Beinen. So weit, so gut. Bis sie bei einem Besuch in der Werkstatt Brent trifft. Und plötzlich möchte sie alle ihre Prinzipien über Board werfen..

Meine Meinung: 

Brent genießt sein Single Dasein sehr. Doch dann trifft er auf Ivy, die Schwester seiner Arbeitskollegin. Die Anziehungskraft zwischen den beiden ist sofort da, doch beide wehren sich dagegen. 

Wie auch schon im ersten Teil ist es Megan Erickson gelungen zwei super sympathische Charaktere zu erschaffen.
Ivy Dawn ist erst vor kurzem mit ihrer Schwester Alex, die in der Werkstatt von Jack Payton arbeitet,  und ihrer Tochter Violet nach Tory gezogen. Sie ist immer für ihre kleine Familie da und würde alles für die beiden wichtigsten Menschen in ihrem Leben tun. In der Vergangenheit haben beide Dawn-Schwestern schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht und sind seitdem auf der Flucht vor ihrem alten Leben. Mittlerweile merkt Ivy immer mehr wie sie sich nach der Liebe und Geborgenheit eines Mannes sehnt, auch wenn sie sich anfangs noch dagegen wehrt.
Brent Payton ist der mittlere der Payton Brüder und arbeitet ebenfalls in der Werkstatt seines Vaters, obwohl es nicht so wirklich sein Traumjob ist. Brent lernt man von zwei Seiten kennen. Auf der einen Seite ist er der Pausenclown, der immer einen passenden Spruch auf den Lippen hat und gerne Frauen aufreißt. Auf der anderen Seite ist er sehr nachdenklich und fühlt sich von seiner Familie nicht so ernst genommen, wie er es gerne hätte. Denn genau wie Cal ist auch Brent ein totaler Familienmensch. Sein Traum war es schon immer mal für die freiwillige Feuerwehr zu arbeiten, wofür er von allen Seiten belächelt wurde. Nach und nach zeigt er was wirklich in ihm steckt. Mit seinem Hund Honeybear bildet er außerdem ein unschlagbares Team.
Besonders gefreut habe ich mich, dass Jenna und Cal ebenfalls wieder vorkamen. Auch Delilah und Asher waren mit dabei. Jack hatte ebenfalls wieder seinen großen Auftritt. Ich glaube diese Gruppe kann man einfach nur mögen.

Auch der zweite Teil ist wieder aus der Er-Perspektive geschrieben. Die Geschichte wird sowohl aus Brents als auch aus Ivys Sicht erzählt. Der Erzählstil von Megan Erickson ist wieder sehr einfach gehalten und doch gefühlvoll, sodass man das Buch einfach nicht aus der Hand legen kann. Auch hier hat die Autorin wieder die richtige Balance zwischen Drama, Erotik und Humor gefunden. Außerdem beinhaltet die Geschichte einige Wendungen, die ich so niemals erwartet hätte.


Meiner Meinung nach ist Dirty Talk die perfekte Fortsetzung der „Mechanics of Love“-Reihe. Ich freue mich schon sehr auf weitere Bände.  

fünf
Vielen Dank an den Ullstein-Verlag für das Rezensionsexemplar.

Dienstag, 5. September 2017

Deine Worte in meinem Herzen

Titel: Deine Worte in meinem Herzen
Autor: Nina Schiffer
Verlag: Forever
Seiten: 270


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Inhalt: 
Seitdem ihr Bruder nach ihrem Autounfall im Koma liegt, spricht die 16-jährige Ella nicht mehr mit Fremden. Selbst bei der Polizei, die auf der Suche nach den Unfallverursacher ist, bringt sie kein Wort über die Lippen. Doch da lernt sie im Krankenhaus Leonard kennen, dessen Mutter an Krebs erkrankt ist. Vom ersten Moment an ist sie fasziniert von dem Jungen, der sein Schicksal so leicht zu schultern scheint. Immer wieder kreuzen sich ihre Wege, und als es Leonard Mutter immer schlechter geht, wird Ella eins klar: Sie muss endlich wieder sprechen. Denn nur so kann sie Leonards Herz erreichen...

Meine Meinung: 
Als Ella und ihr Bruder Levin von einer durchtanzten Clubnacht heim fahren, werden sie in einen Unfall verwickelt. Seitdem liegt Levin im Koma und Ella spricht nicht mehr. Durch die täglichen Besuche bei ihrem Bruder lernt sie auch Leonard kennen, denn dieser ist ebenfalls täglich im Krankenhaus, um seine krebskranke Mutter zu besuchen. Wird Ella sich überwinden und wieder sprechen? 

Ella ist ein Charakter mit dem ich leider nicht so ganz warm geworden bin. In manchen Situationen wirkt sie sehr erwachsen und in anderen ist ihr Benehmen absolut kindisch. Man merkt wie sie ihre Krankheit, Mutismus, an sich zweifeln lässt. 
Leider erfährt man weder über Ella noch über die anderen Charaktere nicht wirklich viel. Von Leonard weiß ich nur, dass seine Mutter Krebs hat und er trotz allem ein sehr lebensfroher Mensch ist. 

Die Geschichte ist aus Ellas Sicht geschrieben. Der Schreibstil von Nina Schiffer ist sehr gefühlvoll. Man merkt richtig, wie Ella zwischen ihren Gefühlen hin und her gerissen ist. 
Leider ist die Einleitung sehr lang geraten. Bis es zum ersten richtigen Treffen zwischen Ella und Leonard kommt, ist schon fast die Hälfte des Buches erreicht. Manche Szenen sind mir hier einfach zu langatmig und ausführlich. Andere, zum Beispiel die Treffen zwischen Ella und Leonard, sind dafür zu kurz geraten. Generell standen eher Ellas Gefühle und Sorgen im Vordergrund als die Beziehung zwischen ihr und Leonard.  

Ich hätte mir anhand des Klappentextes viel mehr erwartet. Für mich gibt es hier einfach zu viele Kritikpunkte, weswegen ich dem Buch nur 2 von 5 Herzen geben kann. 

zwei
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.